Struktiv

LAINZER TIERGARTEN

VERKAUFSBROSCHÜRE

Wenn man die Natur Natur sein lässt, bringt sie Erstaunliches hervor. Anton Farthofer hat daraus eine einzigartige Möbelserie gemacht. Wir haben sie in Szene gesetzt.

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Natur ist vieles, aber niemals langweilig. Am meisten berührt sie uns, wenn sie unberührt ist. Wenn sie ohne menschliche Eingriffe sein kann und nicht werden muss, was unserer Vorstellung von einer intakten Natur entspricht. 2011 wurden im Lainzer Tiergarten in Wien zum Schutz der Besucher vorsorglich alte Bäume geschlagen. Bäume, die über Jahrzehnte natürlich wachsen durften. Deren Holz folglich mit Asteinschlüssen, Rissen, einer stark ausgeprägten Maserung und stockigen Stellen durchsetzt war. Es wäre in dieser Form nicht als Wertholz angesehen worden. Zumindest nicht von der Industrie, wohl aber von Anton Farthofer.

 

Holz, das sein darf

In seinem Handwerksbetrieb in Gösing am Wagram hat sich Anton Farthofer auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisiert. Bei ihm darf Holz sein, wie es die Natur vorgesehen hat: mit all seinen natürlichen Eigenheiten, mit Ecken und Kanten. Vermeintliche Differenzen wie Verwachsungen und Farbunterschiede sind für ihn keine Fehler, sondern Qualitätsmerkmale. Anton Farthofer nutzt sie, um einzigartige Unikate herzustellen. Das Holz aus dem Lainzer Tiergarten hat ihn zu einer besonderen Möbeledition inspiriert: produziert aus dem Bedürfnis heraus, den Naturwerkstoff Holz sowie alte, handwerkliche Traditionen der Holzverarbeitung neu zu beleben.

Tisch und Bank beim Hochstand
Vier Hocker um Salzstelle

Wilde Möbel

Es ist eine Edition aus nachhaltig produzierten Gebrauchsmöbeln: Tische, Bänke und Hocker, Regale und Aufbewahrungsmöbel (Kommode, Kleiderschrank). Reduziert, schlicht, geradlinig. So gibt es die traditionelle Verarbeitung vor. Die Verwendung von Leim wird auf ein Minimum reduziert, stattdessen sorgen alte Zapfen- und Zinkenverbindungen für die notwendige Stabilität. Die Holzoberfläche wird mit Naturölen und schadstoffarmen Bienenwachsen behandelt. Die Fugen zwischen den breiten, langen Holzdielen werden absichtlich betont; sie unterstreichen einmal mehr die auf Natur ausgelegte Optik der Edition. Für eine Möbellinie verwendet Anton Farthofer ausschließlich Holz, für eine zweite fertigt er die tragenden Teile aus Naturstahl. Dazu werden ganze Stahlblätter gefaltet und die fertigen Elemente mittels Holz- oder geschmiedeten Stahlnägeln mit dem Holz verbunden. Schlussendlich sind es Möbel, die ihre Ursprünglichkeit zur Schau stellen dürfen. Möbel, so frisch, wild und unberührt wie die Wildtiere des Lainzer Tiergartens.

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Nacht- und Nebelaktion

Ein Vergleich, der uns zu einem außergewöhnlichen grafischen Konzept verleitet hat. Unsere  Fotografien sowie die Skizzen und Illustrationen von Anton Farthofer sollten mit Herz, Witz und Scharfsinn dessen ganzheitliche Denkweise und die Qualität seiner Möbel vermitteln. Also haben wir selbige eines Nachts in einen Transporter ver- und im Wald wieder ausgeladen. Und sie mit dem Autoscheinwerfer ausgeleuchtet, ganz so, als sei es ein Wildwechsel. Dabei sollte es dann auch bleiben: bei einem gemeinsamen Nachtprojekt von Dieter Fritz und Anton Farthofer. Die Möbel gingen nie in Serie. Mussten sie auch nicht. Anton Farthofer hatte nie die Notwendigkeit oder den Druck, sie auf den Markt zu bringen. Die Edition Lainzer Tiergarten wurde zu einem typischen Freiraum Projekt: Weil wir uns einfach ausprobieren und einer Leidenschaft nachgehen konnten. Zwei der Hocker stehen heute in unserem Büro in Engelmannsbrunn. Sie erinnern uns daran, dass Begeisterung für die Sache immer noch der beste Antrieb ist.

KUNDE: Anton Farthofer

FOTOGRAFIE: Dieter Fritz

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